Bewertungen und Beurteilungen im Arbeitsleben (Arbeitszeugnisse)
Es kann jeden im Leben treffen, dass er den Job wechseln muss. Egal wie das zustande kam, aber eine Tätigkeit für dann ganze Leben, das gibt es heute nicht mehr.
Für jede Kündigung muss der Unternehmer ein Arbeitszeugnis ausstellen. Was oft nett klingt, bedeutet oft Verwerfliches für den Arbeitnehmer. Es stellt sich uns die Frage, müssen wir ein Studium belegen, um diese Geheimsprache, die Unternehmen in diesem Bezug führen, entziffern zu können? Es öffnet so manchen die Augen, wenn er sich mit so einem Zeugnis zu einem Fachmann oder Fachfrau begibt.
Da immerhin 62 % der Arbeitnehmer der Meinung sind, Ihr Arbeitszeugnis ist okay, aber in Wirklichkeit wirkt es vernichtend auf jede neue Tätigkeit.
Hätten Sie gewusst, dass zum Beispiel, die Aussage, er war immer ein umgänglicher Mitarbeiter, eigentlich heißt, keiner mochte den Menschen?
Oder die Formulierung, mit großem Engagement und Fleiß erledigte er alle Arbeiten oder Pünktlichkeit war seine Stärke. Was aber so toll klingt, heißt in Wirklichkeit für den Unternehmer – Achtung – er taugte nichts im Arbeitsleben. Durch die Betonung seiner Pünktlichkeit wird ausgesagt, dass er sonst untragbar war. Und jeder neue Arbeitgeber hält sehr viel auf solche Aussagen in den Arbeitszeugnissen. Da kommt nicht einmal ein Vorstellungsgespräch zustande. Und der Bewerber weiß gar nicht warum.
Hat man innerhalb einer Frist diese Aussage bemerkt, kann man eine Änderung verlangen.
Es kommt aber vor, das Chefs von den Arbeitsbestätigungen nicht viel Ahnung haben und irgendetwas, das Ihnen gerade einfällt, schreiben. Da kann es dann auch vorkommen, dass so ein Abschrecktext zustande kommt, der die Chance auf eine Tätigkeit zunichtemacht ohne es gewusst zu haben.