Wie wird man Arzt?
Für ein Arztstudium ist ein Abitur die Voraussetzung. In allen größeren Städten kann an der Universität ein Medizinstudium absolviert werden. Der Abschluss bildet das Staatsexamen. Die Studienzeit beträgt 12,5 Semester. Die Doktorarbeit kann bereits neben dem Studium begonnen werden.
Zur Berechtigung der Promotion, die auch eine Erstellung der Dissertation erlaubt, muss vorangehend ein Hochschulstudium, (Magister, Diplom, Master oder Staatsexamen) abgeschlossen sein. Die Dissertation ist mit einer Forschungsarbeit gleichzustellen, das Ziel jedoch ist der Nachweis mit dieser Arbeit, dass der junge Mediziner fähig ist, selbstständig und wissenschaftlich zu arbeiten.
Die Dissertation muss von einem Professor überwacht werden. Der wird das etappenweise oder erst nach Fertigstellung der kompletten Arbeit übernehmen. Erst im Anschluss, wenn die Promotion bestanden ist und die Doktorarbeit veröffentlicht ist, wird ihm die Promotionsurkunde überreicht. Ab diesem Zeitpunkt darf er den akademischen Titel „Doktor“ tragen. In fast allen Staaten ist diese Auszeichnung der höchste akademische Grad.
Der Mediziner kann auch eine Facharztausbildung anstreben, maximal dürfen zwei Fächer belegt werden, eines wird aber meistens nur genehmigt. Um die Weiterbildungsmaßnahme bewilligt zu bekommen, müssen bestimmte Anordnungen eingehalten werden, wie zum Beispiel ein Nachweis von einer chirurgischen Tätigkeit, Stationsdienst und Intensivmedizin. Nähere Einzelheiten liegen bei der Ärztekammer auf. Die beliebtesten Fachrichtungen sind zurzeit, innere Medizin und Allgemeinmedizin, Kinder und Jugendmedizin, Anästhesiologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie Augenheilkunde.
Jeder Arzt hat die Wahl, ob er sich im Krankenhaus oder einer Universitätsklinik anstellen lässt oder selber eine Praxis eröffnet, oder vielleicht beides. Auch in Institutionen wie Gesundheitsamt, als Betriebsarzt oder Notarzt kann er seinen Aufgabenbereich festlegen. Die wenigsten bevorzugen heute bei einer Eröffnung einer eigenen Praxis, eine Krankenkassenanbindung, dass diese durch die neuerlichen Änderungen meist nicht mehr lukrativ ist. Für mehr Zufriedenheit kann auch ein Partner sorgen.