Zeugnisse

Unser ganzes Leben werden wir von Zeugnissen begleitet, bei der Geburt gibt es bereits das erste schriftliche Zeugnis mit den Gesundheitsdaten. Das ganze Leben hindurch haben wir Zeugnisse dabei, ja sogar beim Ansuchen um die Pension brauchen wir Atteste und Zeugnisse. Man kann sagen – sie bestimmen unser Leben. Ärztliche Zeugnisse geben unsere Gesundheitsdaten bekannt, schulische Zeugnisse unsere Leistungen.
Zeugnisse geben Auskunft über den Stand von Qualifikation und Leistung, bei jeder Bewerbung müssen sie in Kopie beigelegt werden, damit der zukünftige Arbeitgeber sehen kann, wie die bisherige Leistung verlaufen ist. Die im Bewerbungsscheiben gemachten Angaben sollen mit den Zeugnissen aber übereinstimmen. Es gibt Schulzeugnisse, Berufsschulzeugnisse, Praktikumszeugnisse, Hochschulzeugnisse, Abitur, Dienstzeugnisse.

Dann gibt es das Führungszeugnis. Das private Führungszeugnis muss man vorlegen, um zu beweisen, dass man keine Vorstrafen hat. Das braucht man zum Beispiel bei einer Bewerbung für eine neue Arbeitsstelle. Oder bei Beantragung eines Gewerbescheines.

Wechselt man den Arbeitsplatz oder wird eventuell gekündigt, aus welchem Grund auch immer, dann gibt es zum Abschluss ein Arbeitszeugnis. Dieses Zeugnis möchte der nächste Arbeitgeber aber sehen. Da es aber verboten ist, schlechte Eigenschaften in ein Arbeitszeugnis zu schreiben, haben die Unternehmen inzwischen eine Geheimschrift entwickelt. Der Text hört sich für den Laien total höflich und zufriedenstellend an, aber in Wirklichkeit kann zwischen den Zeilen so viel Negatives stehen. Oft wird auch vom Arbeitgeber nur irgendeine Mustervorlage verwendet.

Zeugnisse sind Dokumente mit ganz privaten Einzelheiten und doch müssen sie so oft an jemanden dem man gar nicht kennt, vorgelegt werden. Dabei kann schon ein ungutes Gefühl aufkommen.